Love Poems – Page 2921
-
Sonett CXVII.
Beschuld’ge mich, daß karg ich konnte sein, / Dir deine reichen Gaben zu erstatten, / Daß ich vergaß, die Huld’gung dir zu weih’n, … -
Sonett CXVIII.
Wie, um die Eßlust gier’ger zu erhöh’n, / Den Gaumen wir mit scharfen Tränken quälen, / Wie, ungesehnen Uebeln zu entgeh’n, … -
Sonett CXX.
Wie freut es mich, daß du dereinst warst kalt; / Um jene Sorgen, die mich da gequält, / Beugt mich die Reu’ mit siegender Gewalt, … -
Sonett CXXI.
Besser ist’s, schlecht zu sein, als so zu scheinen, / Da Nichtsein Schmach vom falschen Sein empfängt, / Gerechter Freud’ Verlust von Andrer Meinen, … -
Sonett CXXII.
Fest steh’n die Tafeln, die du mir verehrt, / In meinem Haupt dem Andenken geweiht; / Sie sollen ragen über niedern Werth … -
Sonett CXXIII.
Nie rühme meines Wechsels dich, o Zeit! / Bau’ Pyramiden auf in neuer Pracht, / Für mich sind sie auch keine Neuigkeit, … -
Sonett CXXIV.
Wär’ nur ein Kind von Stande meine Liebe, / Wär’ vaterlos, Bastard des Glücks sie nur, / Die in der Zeiten Lieb’ und Hasse bliebe, … -
Sonett CXXIX.
Des Geistes Aufwand bei der Schandthat Plan / Wird bei der That zur Lust, und bis zur That / Ist blutig, treulos, mördrisch, voll von Wahn, … -
Sonett CXXV.
Sollt’ über dich ich Prunkgezelt’ ausbreiten, / Mit Aeußrem ehren deinen äußren Schein? / Gebäude gründen dir für Ewigkeiten, … -
Sonett CXXVI.
O du, mein holder Knabe, dessen Macht / Der Zeiten Sens’ und Stundenglas bewacht, / Der schwindend wuchs, und offen uns gelehrt, …
Page 2921 of 3569